Rückblick auf das 2. #FOMPreneurs-Forum

aus dem Newsroom der FOM Hochschule

Was macht erfolgreiche Gründer aus? Wie kann ich mich auf eine Gründung vorbereiten? Diese zentralen Fragen beherrschten das zweite FOMPreneurs-Forum an der FOM Hochschule in Hamburg. Das Organisationsteam um Prof. Magdalène Lévy-Tödter vom KompetenzCentrums für Entrepreneurship & Mittelstand  hatte für die rund 40 Teilnehmenden ein umfassendes Programm mit Experten der Start-up-Szene zusammengestellt.

Zu Beginn skizzierte die Hamburger PR-Beraterin und Bloggerin Annett Bergk die Start-up-Szene der Hansestadt in Zahlen und Fakten. Dass Verstöße gegen die neue EU-Datenschutzverordnung ein Start-up teurer zu stehen kommen, sprach sie ebenso an wie die derzeitige Stagnation bei der Finanzierung durch Crowdfunding.

FOMPreneurs
Impulsvortrag von FOMPreneurs Initiatorin Annett Bergk (Foto: FOM/ Tina Demetriades)

Die anschließenden parallel stattfindenden Workshops boten viel Input und Raum für persönliche Fragen rund um die Gründungsthematik. Im Workshop „Marketing und PR“ erprobten die Teilnehmer mit Annett Bergk Strategien für das Storytelling und die Wahl passender Kommunikationskanäle beim Vorantreiben einer Gründung.

Prof. Per Christiansen und Dr. Eva Kettner diskutierten im Workshop „Rechtliche Herausforderungen“ unter anderem Fallstricke, über die Gründer leicht beim Datenschutz stolpern, und wie es rechtlich möglich ist, sich als Gründer in einer GmbH anzustellen.

Um die Kommunikation mit Investoren ging es im Workshop „Förderung und Finanzierung“ mit Alois Krtil von der Innovationskontaktstelle Hamburg und Rechtsanwalt Jan Schnedler. Die Experten vermittelten Grundlegendes zu Finanzierungsformen wie Business Angels, Venture Capital und Acceleratoren.

„Human Resources“ waren Gegenstand des vierten Workshops. Bewusstes Recruiting komme in Start-ups oft zu kurz, obwohl es essentiell für den Erfolg sei, erklärten Christiane Brandes-Visbeck, Dr. Stephanie Busch und Verena Traub. Warum man bei der Auswahl auf Soft Skills und Haltung („Hire for Attitude“) achten soll, war ebenso Thema wie Entwicklungen in der Leadership-Kultur. Auch unangenehme Wahrheiten verschwiegen die Expertinnen aus der HR- und Beratungsbranche nicht: „80 Prozent der Start-ups scheitern. Wer selbst für eines arbeiten will, braucht deshalb eine persönliche Exit-Strategie.“

FOMPreneurs
Daniel Raschke, einer der Gründer von Picalike, im Gespräch (Foto: FOM/ Tina Demetriades)

Nach einer Stärkung ging es in wechselnden Tischrunden im World-Café mit den Gründern Daniel Raschke von Picalike und Florian Klemt von Fashion-Cloud weiter. Beide Firmen bieten Lösungen für Fashion-ECommerce. Picalike – einer der Gewinner des German Accelerator 2016 – verbessert die Performance von Fashion-Online-Shops durch computergestützte semantische Bilderkennung. Daniel Raschke, der das Unternehmen mit seinem Partner Sebastian Kielmann gegründet hat, berichtete von Verhandlungsrunden mit Investoren, von Streit, Loyalität und einem erfolgversprechenden Kompetenz-Mix im Gründerteam.

Das 2014 gegründete Start-up Fashion-Cloud vermittelt Produktbilder von Modemarken an Händler. Wie Co-Founder Florian Klemt diese Marktlücke entdeckte, wo er beim Netzwerken seine Mitbegründer traf und wie hilfreich die Fördermittel für Start-ups in der Hansestadt sind, erzählte der Informatiker und Ingenieurwissenschaftler ebenso wie von seiner Motivation zu gründen, obwohl er einen tollen Job hatte.

Auch nach dem offiziellen Ende des Forums nutzten viele die Gelegenheit, sich weiter auszutauschen. Erst gegen 22 Uhr leerte sich der Veranstaltungsraum. Prof. Magdalène Lévy-Tödter fasst bereits das nächste FOMPreneurs-Forum ins Auge: „Wir haben wieder neue interessante Impulse erhalten, die wir im kommenden Jahr vertiefen möchten.“

Der Beitrag Rückblick auf das 2. FOMPreneurs-Forum erschien zuerst auf EINFACHannett.